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Allgemeine Musiklehre Was ist „Allgemeine Musiklehre“ – wahrscheinlich besser
bekannt als Theorieunterricht oder Musikkunde? Wozu brauche ich in meiner
Ausbildung am Instrument so einen Unterricht? Muss ich diesen
ein ganzes Schuljahr besuchen? Kann ich nicht eh schon Notenlesen?
Muss ich da alle Komponisten mit den entsprechenden Jahreszahlen auswendig
lernen? Erfahrungsgemäß sind das einige von vielen Fragen, die
sich Musikschüler und auch deren Eltern stellen, wenn sie das erste
mal mit dem Fach „Allgemeine Musiklehre“ konfrontiert werden. Die Ausbildung in einer Landesmusikschule gliedert sich
in drei Abschnitte: Unterstufe – Mittelstufe und Oberstufe. Um einen
dieser Abschnitte zu „beenden“ ist eine sogenannte Übertrittsprüfung
(bzw. Abschlussprüfung nach der Oberstufe) notwendig. Für Bläser und
Schlagwerker ist diese Übertrittsprüfung mit den Leistungsabzeichen
des oö. Blasmusikverbandes in Bronze, Silber und Gold gekoppelt. Eine Voraussetzung um eine dieser Prüfungen zu absolvieren, ist der Besuch des jeweiligen Musikkundekurses. Die erhaltene Note bildet schon einen Teil der Übertrittsprüfung und wird zum praktischen Vorspielen am Instrument hinzugerechnet. Ausgenommen von allen Kursen sind Schüler, die ein BORG
mit „musischem Zweig“ besuchen. Von Musikkunde 1 sind auch noch Schüler,
die eine Musikhauptschule besuchen, ausgenommen. Es wird empfohlen, den Musiklehrekurs
ein Schuljahr vor der praktischen Prüfung zu machen. Die Anmeldung erfolgt
über den jeweiligen Instrumentallehrer. Die Kurse beginnen im Oktober
und enden ca. Anfang Juni des jeweiligen Schuljahres. Der Kurs kann
in jeder LMS, unabhängig davon, wo der Instrumentalunterricht stattfindet,
besucht werden. Auch Schüler, die nicht an der LMS sind (Privatschüler)
sind natürlich jederzeit willkommen. Für diese Schüler fallen geringe
Kosten in der Höhe eines Gruppenunterrichtes an. Was beinhaltet der Unterricht in „Allgemeine Musiklehre“? Zitat nach Wieland Ziegenrücker: „Neben
dem Singen, Musizieren und bewussten Musikhören trägt das Beherrschen
der Elementarlehre, die Kenntnis wesentlicher melodischer, harmonischer
und rhythmischer Zusammenhänge, zum Verstehen der vielgestaltigen musikalischen
Erscheinungen bei.“ Stellen sie sich vor, sie lesen ein Buch, aber sie verstehen
den Inhalt nicht. Und so lesen sie ein Buch nach dem anderen, aber wenn
man sie um den Inhalt eines Buches fragt, können sie darauf keine Antwort
geben. So ähnlich ist es in der Musik. Um ein Stück wirklich
überzeugend darzubringen, ist es zu wenig nur die (hoffentlich richtigen)
Noten zu spielen. Die so interpretierten Stücke werden wohl ziemlich
fade und eintönig wirken. Dem entgegenzuwirken wollen wir versuchen allen Musikern
ein gewisses Maß an den Grundkenntnissen von Melodie, Harmonie und Rhythmus
zu vermitteln. Da im Instrumentalunterricht für dieses oft zu wenig
Zeit bleibt, werden diese Themen sozusagen in „Allgemeine Musiklehre“
geblockt. Weiter ist es uns ein großes Anliegen den Unterricht sehr
praxisbezogen und sinnvoll zu gestalten. D.h. viele Beispiele anhand
dem Notenmaterial von den Schülern zu erklären, das musikalische Gehör
trainieren (singen), nicht irgendwelche Jahreszahlen auswendig lernen,
die man in kürzester Zeit ohnehin wieder vergisst,.... Ich möchte einen kleinen Überblick über die Themen von
„Allgemeine Musiklehre“ geben: Notenkunde, Rhythmus, Intervalle, Akkorde, Verbindung
von Akkorden, Instrumentenkunde, Formenlehre, gebräuchlichste italienische
Fachbegriffe, Dynamik, Artikulation, Gehörbildung u.v.m. „Musik lässt uns in allen Zeiten wandeln und in jedem Jahrhundert Freunde finden.“Helen Thomson Bücher zur allgemeinen Musiklehre: Otto M. Schwarz: Da Capo – Arbeitsbuch mit CD in drei
Bänden – Koch Musikverlage Wieland Ziegenrücker: Allgemeine Musiklehre – Breitkopf
& Härtel Willy Schneider: Was man über Musik wissen muss – Edition
Schott Waldemar Bloch: Allgemeine Musiklehre – Österreichischer
Bundesverlag Jeromy Bessler, Norbert Opgenoorth: Elementare Musiklehre
für Anfänger und Fortgeschrittene – Voggenreiter Christoph Hempel: Neue Allgemeine Musiklehre (mit Fragen
und Aufgaben zur Selbstkontrolle) - Schott |